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Garstedts neues DRK-Blutspenden-Lokal erfreute sich eines großen Zuspruchs

Enge Zusammenarbeit mit dem Seniorenpark Bosak-Borchers – Künftig unabhängig von Ferienterminen

03.06.2010 / Eckhard-Herbert Arndt
Foto Eckhard-Herbert Arndt: Motiviert gingen alle Beteiligten an die Umsetzung des neuen Blutspende-Konzeptes in Garstedt.
Foto Eckhard-Herbert Arndt: Motiviert gingen alle Beteiligten an die Umsetzung des neuen Blutspende-Konzeptes in Garstedt.

„Blut spenden rettet Leben.“ Mit diesem griffigen Leitsatz wendet sich das Deutsche Rote Kreuz (DRK) seit Jahrzehnten an die Bürger, um sie für die freiwillige Abgabe des roten Lebenssaftes zu gewinnen. Gut zwei Millionen Menschen in Deutschland beteiligen sich im Jahr an der Blutspende und „liefern“ dabei rund 6,6 Millionen Spenden.Wichtige Partner bei der Durchführung der Termine vor Ort sind dabei für das DRK die mit Ehrenamtlichen arbeitenden DRK-Ortsvereine. In Niedersachsen organisiert und koordiniert der Blutspendedienst NSTOB in Springe ( bei Hannover, d.Red.) den Einsatz der speziellen Teams für das große Flächenland, aber auch für Bremen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Zu Wochenbeginn hieß es auch in Garstedt wieder: „Spendet Blut!“

Brötchen danach erfüllen eine wichtige Aufgabe

Mit der ersten Blutspende diesen Jahres im Nordheide-Dorf wurde seitens des DRK-Ortsverein Garstedt/Wulfsen zugleich eine große Neuerung umgesetzt. Erstmals wurde die Bultspende in den Räumlichkeiten der Seniorenpark Borchers-Bosak GmbH, Haus Tannenhöhe im Dorf, ausgerichtet. Bis dato fanden diese Termine in der Garstedter Grundschule statt. Damit nicht genug. Auch bei der Organisation des Spendetermins gab es eine Veränderung. DRK-Ortsverein-Garstedt-Vorstandsmitglied Ulrike Paul hatte sich nach 15 Jahren aus der verantwortungsvollen, aber auch zeitintensiven Tätigkeit zurückgezogen. „Es ist wirklich bemerkenswert, was Ulrike Paul in all diesen Jahren geleistet hat“, betont Ortsvereins-Vorsitzende Cornelia Arndt, die sich jetzt um das wichtige Thema Blutspende in Garstedt kümmert.

„Wir haben in Deutschland traditionell einen hohen Standard in der Blutspende“, bestätigt Manfred Iburg (51), Gebietsreferent beim DRK Blutspendedienst, gegenüber dem Verfassser. Dazu gehört auch die Betreuung der Spender nach der Blutentnahme. „In England begnügt man sich hingegen bestenfalls mit ein paar Keksen und etwas Tee, weiß ich von Kollegen.“ Die Stärkung in Gestalt von Brötchen und Co. sowie Getränken sei mehr als nur eine Dankesgeste gegenüber dem Spender. Sie bedeute eine wichtige Stärkung des Körpers, der immerhin einen halben Liter Blut „verloren“ habe. Vor allem reichlich Flüssigkeiten sind im Anschluss wichtig, um den Kreislauf in Schwung zu halten. Durch die Zusammenarbeit mit dem Haus Borchers-Bosak ist der fordernde Job „Brötchenschmierlogistik“ optimal gelöst. Die Heimküche richtet die Speisen an und zauberte ein leckeres Buffet.

Im Sommer können jetzt auch Blutspenden stattfinden

Die Räumlichkeiten in dem Seniorenhaus sind auch für diese Aufgabe optimal. „Dank der Kooperation mit dem Haus Borchers-Bosak sind wir zudem unabhängig von den Ferienterminen, in denen die Schulen ja stets geschlossen sind“, legt DRK-Ortsverein-Vorsitzende Cornelia Arndt dar. Auch Blutspende-Fachmann Iburg findet diese Zeitflexibilität wichtig: „Wir haben immer wieder gerade in den Sommermonaten einen gesteigerten Bedarf nach Blutkonserven. Daher sind wir sehr daran interessiert, dass auch gerade in dieser Zeit Blutspendetermine stattfinden.“

Der Aufbau einer Blutspendestation ist ein eingespielter Vorgang. Gut eineinhalb Stunden benötigt das Team, um die verschiedenen Stationen einzurichten. Reichlich Technik ist dabei im Spiel. Ehe man sich versieht, ist alles aufgebaut. Iburg: „Die Teams sind im Schnitt bis zu fünf Mitarbeiter stark. Hinzu kommt ein Arzt, der zum einen darüber entscheidet, ob der Spendenwillige seinen Lebenssaft aus medizinischer Sicht auch abgeben darf. Der Arzt muss auch zu Stelle sein, wenn mal einem Spender etwas „schwummerig“ werden könnte.“ Dr.Torsten Gent (50) ist ein routinierter Arzt, der diese aus seiner Sicht „lebensnotwendigen“ Spendetermine seit vielen Jahren begleitet.

Fünf Minuten vor der Zeit

Für Iburg ist die Blutspende eine Herzensangelegenheit. Seit 13 Jahren ist er dabei: „Man kommt viel rum, und man lernt immer wieder interessante Menschen kennen.“ Ein großes Anliegen sind ihm auch die Ehrungen der Vielspender. „Ich werde in Kürze einen Spender in Cuxhaven besuchen und ihn für seine 150.Spende auszeichnen. Das ist eine Spitzenleistung.“ Davon kann Henning Petersen aus Wulfsen nur träumen. Für den 68-Jährigen ist es an diesem Tag die 51.Spende seines Lebens. „Ich mache das, weil ich gerne helfen will.“ Das ist auch die Motivation für Kathrin Lorenzen, die ebenfalls aus Wulfsen stammt und die am diesem Tag der „erste Kunde“ war. Fünf vor vier zeigte der Zeiger, wo es doch offiziell erst um 16 Uhr losgehen sollte. Die 35-Jährige spendet seit ihrem 18.Lebensjahr. „Ich bin schon als Kind immer wieder mit meinem Vater mitgegangen, wenn Blutspendetermine anstanden. Da muss ich das wohl einfach übernommen haben.“

Für das Spenden gelten strenge Vorschriften. Nicht jeder, der gerne will, darf auch abgeben. Davor steht ein gründlicher, mehrstufiger Check. Auch nach einer Entnahme wird das Blut einer umfangreichen Prüfung unterzogen, bevor es am Ende der Sicherheitskette tatsächlich eingesetzt werden kann. Das Blut selbst wird in DRK-eigenen Fachinstituten umfangreich aufbereitet. Die Verfahren sind ebenfalls optimal eingespielt.

Nach vier Stunden endete der Blutspendetermin in Garstedt. Manfred Iburg freut sich über 70 Spender. Doch auch andere haben an diesem Tag Anlass zu Freude. Garstedts´ Bürgermeister Klaus-Peter Wind kam zwischen zwei Terminen kurz vorbei. „Ich freue mich, dass das neue Konzept in Zusammenarbeit mit dem Haus Borchers-Bosak aufgegangen ist.“ Auch Norbert Bosak, geschäftsführender Gesellschafter, zog zufrieden Bilanz: „Mit dem DRK-Ortsverein Garstedt arbeiten wir schon seit Jahren toll zusammen, etwa bei unseren gemeinsamen Adventsfeiern für die Garstedter Senioren. Da lag es nahe, über eine weitere Vertiefung dieser Arbeit nachzudenken.“ Auch DRK-Ortschefin Cornelia Arndt atmete tief durch: „Alles super geklappt, auch und gerade dank der hohen Motivation aus dem Kreis der Ehrenamtlichen.“ Die gezielte Befragung der Spender nach der Akzeptanz des neuen Lokals sei rundum positiv ausgefallen.

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