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Züge überfüllt: Fahrgastbeirat fordert mehr Züge zum Hamburger Hauptbahnhof

Zusätzliche Kapazitäten zur Entlastung der überfüllten metronom-Züge dringend erforderlich - Alle Züge müssen bis Hamburg Hbf durchfahren - Überwerfungsbauwerk für Güterzüge muss umgehend in Hamburg-Wilhelmsburg gebaut werden - Hamburger Behörde mauert.

02.07.2009 / Jürgen Hoops / Qelle: Fahrgastbeirat / Burkhard Allwardt

Buchholz in der Nordheide, 27. Juni 2009 - Um die stark überfüllten metronom- und metronom regional-Züge zu entlasten, hat die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) ein neues Fahrplankonzept vorgelegt. Dieses Konzept sieht mehr Züge vor. Außerdem sollen alle Züge bis zum Hamburger Hauptbahnhof durchfahren.

„Dank metronom, gestiegener Kraftstoffpreise und HVV-Verbundraumausweitung sind die Fahrgastzahlen zwischen Tostedt und Hamburg Hbf sowie zwischen Lüneburg und Hamburg Hbf teilweise um 50 Prozent gestiegen. Die Züge platzen aus allen Nähten. Wir brauchen dringend mehr Kapazitäten auf diesen Strecken. Deshalb begrüßen wir das neue Fahrplankonzept der Landesnahverkehrsgesellschaft", sagt Klaus Steinfatt, Bahn-Experte im Fahrgastbeirat für den Landkreis Harburg.

Die Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt lehnt zusätzliche Züge zwischen Hamburg-Harburg und Hamburg Hbf ab. Sie verweist darauf, dass es in Zukunft mehr Güterzüge aus dem Hamburger Hafen geben könnte. Nach Auffassung der Behörde könnte es möglicherweise zu Trassenkonflikten zwischen Güterzügen und Personenzügen kommen. In Hamburg-Wilhelmsburg müssen Güterzüge, die aus dem Hafen kommen und in Richtung Lübeck oder Büchen fahren, die Personenzuggleise kreuzen. Immer, wenn ein Güterzug diese Strecke befährt, ist für vier Minuten kein Personenzugverkehr möglich. Eine Brücke, auf der die Güterzüge die Personenzuggleise überqueren könnten, existiert bis heute nicht.

Der Fahrgastbeirat stellt dazu fest: Der von der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt erwartete Anstieg der Güterverkehre basiert auf hypothetischen Schätzungen. Die Kapazitätsprobleme im Schienenpersonennahverkehr sind aber schon heute real.

„In den vergangenen Jahren wurde versäumt, die Eisenbahninfrastruktur an die gestiegenen Verkehre anzupassen. Das darf nicht zu Lasten der Pendler gehen. Zur Abwicklung der Warenströme aus dem Hafen wird Hamburg um den Bau eines Überwerfungsbauwerks in Wilhelmsburg mittelfristig ohnehin nicht herumkommen", erläutert Stefan Kindermann, stellvertretender Sprecher des Fahrgastbeirates.

„Wenn die Hamburger Stadtentwicklungsbehörde kompromisslos bleibt, werden wir vielen Pendlern weder einen Sitzplatz noch einen Stehplatz im Zug anbieten können. Wir brauchen dringend mehr Züge. Ich appelliere an Frau Senatorin Hajduk, einer ökologisch orientierten Verkehrspolitik für die gesamte Metropolregion den Weg zu ebnen", so Steinfatt.

Kontakt: Klaus Steinfatt, Telefon (0160) 94 97 17 73, steinfatt [@] fahrgastbeirat.org

 

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