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Europa - was ist das eigentlich?

Europawahl am 13.06.04

04.02.2004 / G. Trautvetter
Ganz Europa in einem Staat vereint! Für manche Denker war das schon früh ein kühner Traum. Einer der Ersten, die derartige Ideen formulierten, war der französische Staatstheoretiker Pierre Dubois (etwa 1250-1322); knapp zwei Jahrhunderte später forderte Georg von Podiebrad (1420-1471), König von Böhmen und nicht frei von eigennützigen Gedanken, ein vereinigtes Europa.
Einen europäischen Reichstag, der den gegenwärtigen und zukünftigen Frieden sichern sollte, schlug William Penn (1644-1718) im Jahre 1693 vor; weiter ging der Schotte Charles Mackay (1814-1889), der 1848 in London seine Idee der Bildung der „Vereinigten Staaten von Europa“ verfocht. Konkretere Vorstellungen wurden nach den Schrecken des Ersten Weltkrieges diskutiert. Doch der „Paneuropabewegung“, 1923 begründet, war kein Erfolg beschert.
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt der Europagedanke wieder neue Kraft. Aber für eine radikale Neuordnung war die Zeit nicht reif. Der französische Außenminister Robert Schuman (1886-1963) bewies Sinn für das Machbare, als er in einer Erklärung am 9. Mai 1950 seine Vorstellungen von einer stufenweisen Integration europäischer Staaten verkündete. Der französische Wirtschaftspolitiker Jean Monnet (1888-1979) erarbeitete einen Plan zur Zusammenarbeit im Bereich von Kohle und Stahl, der auch Deutschland die Chance eröffnen sollte, wieder ein gleichberechtigter Partner zu werden. Am 18. April 1951 wurde der Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) unterzeichnet. Frankreich, die Bundesrepublik Deutschland, Italien, die Niederlande, Belgien und Luxemburg erklärten sich bereit, in bestimmten Fragen ihre Souveränität den Entscheidungen der supranationalen „Hohen Behörde“ unterzuordnen.
Pläne zu einer weiteren Integration wurden diskutiert, die neben einer Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) auch eine Integration im Rahmen einer politischen Gemeinschaft vorsahen. Mehr und mehr setzte sich die Ansicht durch, dass die bisherige wirtschaftliche Integration nicht auf die Schwerindustrie beschränkt bleiben dürfe.
Am 25. März 1957 unterzeichneten die obersten Repräsentanten der EGKS-Mitgliedstaaten in Rom die Verträge zur Gründung einer europäischen Wirtschaftsgemeinschaft - mit dem Ziel, „durch gemeinsames Handeln den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt ihrer Länder zu sichern, indem sie die Europa trennenden Schranken beseitigen“. EGKS, EWG und die gleichzeitig begründete Organisation zur friedlichen Nutzung der Atomenergie (EURATOM) wuchsen in organisatorischer Hinsicht mehr und mehr zusammen, sodass nach dem Fusionsvertrag des Jahres 1965 die zusammenfassende Bezeichnung Europäische Gemeinschaften(EG) eingeführt wurde.1987 trat die Einheitliche Europäische Akte in Kraft, die die Errichtung eines Europäischen Binnenmarktes festlegte. Nach langen Verhandlungen wurde 1992 der Maastrichter Vertrag über die Europäische Union (EU) unterzeichnet.

... wird fortgesetzt.

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